Zunächst einmal Entschuldigung, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe, aber letzte Woche war etwas geschäftig und am Wochenende waren meine Eltern zu Besuch. Die Woche fing relativ harmlos an, mit einem normalen Arbeitstag. Aber am Ende dieses Tages war die Latin-Party, die den Rest der Woche etwas überschatten sollte. Dort hatte ich nämlich sehr viel Spaß und bin erst recht früh ins Bett gegangen. Wodurch ich den nächsten Tag dann völlig übermüdet war.
Am Dienstag sollte ich eigentlich im Kontrollraum arbeiten, aber wegen eines Stromausfalles war Datennahme unmöglich. Ist es auch immer noch. Deswegen hatte ich heute auch nicht so viel zu tun und konnte schonmal mit meiner Präsentation für nächsten Freitag anfangen. Diese Präsentation wird vor allen LHCb Mitgliedern sein und wird von allen Summer Students von LHCb gehalten.
Aber zunächst nochmal zurück zur letzten Woche. Wie gesagt war ich Dienstags müde und Mittwochs war dann ein Vortrag, den ich auch Mittwoch morgen dann vorbereitet habe. Immerhin ich noch pünktlich fertig geworden. Das Meeting war relativ kurz, da das letzte nur eine Woche vorher war und daher auch recht uninteressant. Mittwoch war dann eine Abschiedsparty für Radim, einem Tschechen, mit dem ich relativ viel rumgehangen habe. Unter anderem gehörte er auch zu unserer “Lunch-Cooking-Group”. Schon schade, dass er schon gehen musste. Aber er hat mich nach Prag eingeladen, wenn ich mal Lust verspüren sollte.
Donnerstag sind ja dann meine Eltern angekommen. Mit denen habe ich mich dann auch in Genf getroffen und schön zu Abend gegessen, nachdem wir ein bisschen durch die Stadt gestreift sind. Als ich dann zurück zum CERN wollte hab ich dann natürlich den falschen Bus genommen und war erst um 1 h zurück. Hatte aber versprochen noch auf der Party vorbeizuschauen, die an dem Abend stattfinden sollte. Also noch dorthin. War aber nich so dolle, weil viele Leute schon betrunken waren und Matt und Anna-Karin gerade gehen wollten, als ich kam. Dementsprechend war ich dann nur 1.5h dort und bin dann ins Bett gegangen.
Freundlicherweise hatte meine Supervisorin mir ja angeboten eine Führung zusammen mit meinen Eltern machen zu können. Die fand dann auch am Freitag statt. Ich muss sagen, dass es mir durchaus sehr viel Spaß gemacht hat ihnen mal zeigen zu können an was ich eigentlich arbeite. Vor allem, weil ich das Gefühl hatte, dass ein klitzekleiner Teil der Begeisterung, die ich verspüre angekommen ist. Den Nachmittag hatte ich dann auch noch spontan freibekommen, um ihn mit meinen Eltern verbringen zu können. Also bin ich mit ihnen wieder nach Genf gefahren und wir haben einen schönen Nachmittag dort verbracht, der mit einer sehr leckeren Lasagne endete.
Abends bin ich dann noch mit einigen Leuten nach Genf gefahren um in meinen Geburtstag hineinzufeiern. Was auch ein sehr spaßiger Abend war, der mal wieder auf dem Party-Boot endete. Allerdings sind wir das gesamte Wochenende trocken geblieben…
Samstag morgen war dann recht hart, weil ich früh aufstehen musste, um mich mit den Eltern zu treffen und eine CERN-Führung zu machen. Glücklicherweise waren sie aber dann doch nicht so sehr interessiert und wir sind nach einer Präsentation über die Geschichte des CERN wieder gegangen. Daraufhin gab es dann eine Überraschung für den lieben kleinen Joschka. An dieser Stelle: Vielen Dank für das Hergeben der letzten Hemden und die sehr schöne Karte, du hast da schon irgendwie recht (Betroffene werden wissen, wovon ich rede…).
Darauf haben wir dann noch ein bisschen gemeinsam im R1 gesessen und Kaffee getrunken, sowie zu Mittag gegessen. Den Nachmittag habe ich dann damit verbracht zu versuchen etwas Schlaf zu finden.
Abends waren die Eltern so generös ein Essen für Anna-Karin, Per-Ivar, Tobias, Matt und mich zu organisieren. In einem sehr köstlichen Thai Restaurant. Gekrönt wurde der Abend dann von einem 50 Minuten anhaltenden Feuerwerk. Und was für eine Feuerwerk. Wirklich beeindruckend, dagegen war das Feuerwerk der Woche davor ein Witz. Gegen 12h haben uns die Eltern dann verlassen, nachdem sie noch einige andere Sommerstudenten kennengelernt hatten. Daraufhin haben wir dann noch versucht in einen Club zu kommen, die allerdings alle um 3h zu machten und uns daher um 1:30 h nicht mehr reinließen.
Dennoch wurde dieser Geburtstag durch die vielen unterschiedlichen Leute, das Gefühl, dass meine Eltern einen Teil meiner Freude an der Physik und insbesondere an den Leuten hier mitnehmen konnten, das atemberaubende Feuerwerk und ein hervorragendes Abendessen zu einem unvergesslichen und definitiv einem der schönsten gemacht. Vielen Dank dafür!